Die Umsetzung des Konzepts des datengestützten Lernens (DDL) im Fach Deutsch als Fremdsprache (DaF) in einer praxisorientierten Weise erfordert sowohl die Bereitschaft der Lehrkräfte, sich in Korpuslinguistik weiterzubilden, als auch die Motivation der Lernenden zur Teilnahme, da beide Gruppen diesem Ansatz oft skeptisch gegenüberstehen. Dieser Artikel skizziert drei Phasen der Korpusidentifizierung und -implementierung in DaF und stützt sich auf zwei Seminare an der Universität Hamburg, die sich mit der Entwicklung korpusbasierter Lehransätze für DaF-Lernende im Ausland befassten. Die Ergebnisse der Seminare werden zusammen mit Erkenntnissen aus der Literatur zum DDL im DaF herangezogen, um Kriterien für die Reflexion über einen korpusbasierten DaF-Kurs zu formulieren. Anhand einer Lerneinheit zu den kausalen Konnektoren denn, weil und da, die während des zweiten Seminars an der Universität Hamburg entwickelt und an der Universität Vilnius getestet wurde, wird eine konkrete Unterrichtssituation analysiert und diskutiert. Die Auswertung der Lerneinheit zeigt, dass die Entwicklung eines korpusbasierten Sprachunterrichts einen schrittweisen und systematischen Prozess erfordert. Kontinuierliche Fortbildung und berufliche Weiterentwicklung sind unerlässlich, um Lehrkräfte besser auf diese Methoden vorzubereiten und ihre Akzeptanz in der Praxis zu verbessern.

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