Mit dem Ende der DDR und der Vereinigung der beiden deutschen Staaten im Herbst 1990 war Deutschland vor enorme Herausforderungen gestellt. Im wirtschaftlichen und sozialen Bereich galt es die ostdeutsche Wirtschaft in ein soziales marktwirtschaftliches System zu transformieren. In der Arbeitswelt vollzog sich eine völlige Neuordnung: Statt der bisherigen zentral vorgegebenen Planwirtschaft in den Bereichen der Löhne und Arbeitsbedingungen mussten diese nun zwischen den Interessengruppen der Wirtschaft und der Gewerkschaften ausgehandelt werden. Mit der wirtschaftlichen Transformation war zudem ein umfassender Abbau von Arbeitsplätzen verbunden – ein Problem, mit dem die ostdeutschen Beschäftigten bislang nicht konfrontiert waren. Schließlich war es unabdingbar, die Lebensverhältnisse im Gebiet der ehemaligen DDR so rasch wie möglich zu verbessern, um die Abwanderung in die westlichen Bundesländer zu stoppen. Der folgende Beitrag beschäftigt sich ausgehend von der Lage in der DDR im Jahre 1989 mit dem Beginn der Transformation im Osten Deutschlands sowie mit deren Folgen in Wirtschaft und Gesellschaft.

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