Prūsų kalbos negimininių įvardžių formų kilmė
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Letas Palmaitis
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Published 2026-01-28
https://doi.org/10.15388/baltistica.12.2.1107
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Keywords

morfologija
prūsų kalbos negimininiai įvardžiai
negimininių įvardžių kilmė

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Palmaitis, L. (tran.) (2026) “Prūsų kalbos negimininių įvardžių formų kilmė”, Baltistica, 12(2), p. 156—165. doi:10.15388/baltistica.12.2.1107.

Abstract

Der Autor nimmt an, daß in der Zeit des Aufkommens der nominativischen Struktur in den baltischen Sprachen das Pronominalsystem drei Fälle enthielt: einen paradigmatischen Nomi­nativ (z. B. *<[-]), einen paradigmatischen Nichtnominativ (z. В. *m) und einen nichtparadigmatischen Dativ / Lokativ / Instrumental (z. B. *m° ei). Die 1. Pers. Sing. hatte auch einen der proto-indogermanischen Herkunft Gen. *ma e-ne, der aus dem borealischen (nostratischen) determinierten Ergativ abgestammt war. Ais eine Spur solches Zustandes gab es in preußischer Ursprache, z. B. ein Nominativ *eź(-) [*aź(-)?] und ein Nichtnominativ *m° e*mi (der letz­te vermutlich im Dat. (Dam) thoi GrG 90 und im Akk. -siti (Warbo thi Dewes GrG 95) erhalten) — vgl. den altgriech. Gen. / Dat. / Lok. / Instr. μοι. In späterer Zeit, von Nomina beein­flußt, bekam die Form *mei im Genitiv die ei / i-stämmige Endung *-(ei)s: *meis — vgl. den urlat. Gen. mīs. Es konnte damals auch der Dat. / Instr. *meimi entstehen, der aus dem Stamm Nichtnom. *mei- und dem dat. / instr. Suffixe *-mĭ gebildet wurde. Der neue Gen. *meis paßte

sich den Genitiven der geschlechtigen Pronomina an, woraus die Form *meise aufkam (vgl. Gen, stese ≤ *-te-s-e), die in der Kontamination mit der parallelen nichtnominativischen *mei eine Neu­erung *meisei schuf. Danach kontaminierte sich die Form *meise(i) mit dem Gen. mask. possess. majas: maise(i). Nach diesem Muster wurden die personalpossessiven Formen der 2. und 3. Pers. Sing. tvaise(i), svaise(i) geschaffen, während die ältesten Formen engerer Bedeutung *teise, *seise von diesen Neubildungen verdrängt wurden. Die Formen maisei, tvaisei, svaisei wirkten die Geni­tive der geschlechtigen Pronomina ein, wodurch in diejenigen ein Typus (stes)ei entstand. Die ge­meinbaltische 1. Pers. *u̯e, *i̯ war in gewissen Periode ein Absolut / Nominativ des Plurals / Du­als, *mes, * i̯s — ein Nominativ des Plurals, *n, *u̯ — ein Ergativ / Nichtnominativ Plurals / Duals und * ns, *u̯s — ein Nichtnominativ Plurals. In der Zeit, wenn die Ursprache sich spal­tete, wurden die Paradigmen der Personalpronomina nach dem Muster deren der Nomina wie­dergestaltet. Die Endungen der mehreren nichtnominativischen Nominalkasusformen, zu einem einzigen nichtnominativischen Nominalstamm angefügten, verloren ihre ältesten Kasualbedeutungen, so kam, z. B. Akk. *nō-mōns ≥ nūmans auf(vgl. den lit. Akk. mumus). Wegen solcher Gebrauchs­weise wurde die 2. Silbe der Form *nōmōns ≥ nūmaus nach dem Muster des Akk. *nōns > > *nāns > *nans, *u̯ōns > u̯āns > vans als ein neuer Akkusativ mans abstrahiert, denn in der Anfangs (-)m- dem Anlaut der Form mes entsprach. Der lit. Akk. mùs kam vermutlich aus *mū́s auf, der unter dem Einfluß von Nom. / Akk. der 2. Pers. *jū́s den ältesten Akk. múos < *mṓs ≤ *nṓs ersetzt hatte. Das m- Eindringen fing im Ostbaltischen an durch eine Assimilation im ,,Dativ"-,,Instrumental" / „Akkusativ" *nūmus, -mis > *mūmus, -mis, woraus es sich in den parallelen Akk. *nōs ≥ *mōs verbreitete. Die Dat. / Akk. nūmas, jūmas sind die ältesten, durch -s pluralisierten dualischen Formen *nūma, *jūma.

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