Grēki un parādi – pamest vai piedot? (Ieskats latviešu senajās tēvreizēs)
Articles
Kornēlija Pokrotniece
LU Latviešu valodas institūts
Published 2026-01-28
https://doi.org/10.15388/baltistica.0.8.2115
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Keywords

the Lord's Prayer
Paternoster
the fifth prayer
Latvian language history
tēvreizes leksika

How to Cite

Pokrotniece, K. (tran.) (2026) “Grēki un parādi – pamest vai piedot? (Ieskats latviešu senajās tēvreizēs)”, Baltistica, 47(-), pp. 111–122. doi:10.15388/baltistica.0.8.2115.

Abstract

SÜNDE UND SCHULD – ERLASSEN ODER VERGEBEN? (EINBLICK IN DIE ÄLTEREN LETTISCHEN VATERUNSER)

Zusammenfassung

Das Vaterunser oder Tā svētā lūgšana ist der älteste lettische Text, dessen erste Niederschriften aus dem 16. Jh. stammen. Nach der Meinung einiger Forscher stammen einige von ihnen sogar aus dem Ende des 15. Jhs. Obwohl das Vaterunser mehrmals umgeschrieben und in verschieden Ausgaben von Katechismen, Gesängen, Evangelien, Gebeten u.a. herausgegeben worden ist, kann man dennoch zumindest drei Jahrhunderte lang nicht von einer einheitlichen Texttradition sprechen.

Die lexikalischen Veränderungen kommen besonders gut im 5. Gebet (Mt 6, 12) zum Ausdruck, in dem im Laufe der Zeit 3 verschiedene Verben gebraucht worden sind – pamest (am meisten vom 16. bis zum 19. Jh. verwendet); piedot (was schon von Mancelius 1631 empfohlen wurde, sich aber nur nach der Bibelredaktion von Bielenstein 1877 gefestigt hat). Regionale (lettgalische) Eigenart wird durch das Verb atlaist erst 1753 (atłayd mums myufu porodus) wiedergespiegelt.

Auch bei den Substantiven, die mit den oben genanten Verben verbunden sind, herrscht keine Einheitlichkeit. Es werden folgende Substantive gebraucht: grēks (grēki) ‘Sünde’, parāds (parādi) ‘Schuld’ und sehr selten noziegums ‘Verbrechen’ (Grunau ~1529).

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